

Grand Séminaire à Strasbourg ; a d’abord voyagé en calèche, puis sur le canal du Rhone au Rhin, enfin en train ! Évêque de Strasbourg : Jean Fr. Le Pappe de Trevern, Coadjuteur : Raess
Curé de Schlierbach le 10 juillet 1873 où il tombe en pleine dissension de la paroisse : le clan de son vicaire et le sien. Cela s’arrange.![]() Cliquez sur les images pour les agrandir Cliquez pour fermer![]() Cliquez pour fermer |
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Ein Elsässischer Dichter,
der wieder entdeckt wurde.
Johann Baptist Heinis (1815-1893)
Das Elsass hat wenig berühmte Dichter, die durch den Gebrauch des elsässischen Dialektes, berühmt wurden, hervorgebracht. Es ist ungewöhnlich, dass man einen findet, der die nationalen Sprachen ebenso wie verschiedene Dialekte aus dem Sundgau beherrscht, und zu dem noch eine gute und wohlgefällige Metrik hat.
Pfarrer Heinis hat Humor, ist sehr mitfühlend und versteht es seine Religion zu übertragen. Er hätte es verdient, besser bekannt zu sein. Dieser Pfarrer aus dem 19. Jahrhundert äußert sich oft in einer Ausdrucksweise, die seiner Zeit vorauseilt.
Biographie: (1)
1. die Jugend
Johann Baptist Heinis wurde am 30. August 1815 in Koestlach geboren; er war der Sohn von Joseph Heinis, Landwirt, und Madeleine Unterfinger. An seiner Geburt kam Frankreich gerade aus der Revolution und der Herrschaft von Napoleon I heraus. Das Bistum von Straßburg war seit sieben Jahren ohne Bischof.
Sie sind drei Kinder: er hat einen älteren Bruder und eine Schwester. Der Vater stirbt frühzeitig und seine Mutter verheiratet sich wieder. Er muss viel leiden unter seinem Stiefvater und dessen Hieben. In seiner Jugend litt er vielleicht unter einem Rheumaanfall.
Sein älterer Bruder, dessen Frau und die älteste der fünf Kindern sterben durch eine Seuche, wahrscheinlich Typhus. Die Kinder werden von Heinis Schwester aufgenommen, doch auch diese stirbt zwei Jahre später. Heinis nimmt so die vier Weisenmädchen auf.(2) Sie werden ins Internat von Rouffach. geschickt Zwei von ihnen treten ins Kloster der Divine Providence von Ribeauvillé ein und werden Lehrerinnen.
Heinis ist ein guter Schüler, intelligent, aufgeweckt, fröhlich und er weiß sich zu helfen. Er wird Trommler bei der Bürgerwehr von Pfirt. Der Pfarrer Bay und der Lehrer der Pfarrei unterstützen ihn vorzüglich. Als er 19 Jahre alt ist, beschließt er Französisch zu lernen und geht nach Courchenay und Porrentruy (Schweiz) und studiert mit großem Erfolg. (Drei Klassenstufen absolviert er in einem Jahr.) Danach tritt er ins Gymnasium von Altkirch ein und erhält alle Preise. Er ist besonders gut in Mathematik und lateinischer Metrik.
Der Wehrpflicht ist er entgangen, da er Glück bei der Auslosung hatte.
2. Priesterstand :
Großes Seminar in Straßburg. (Zuerst fuhr er mit einer Kutsche, dann auf dem Kanal vom Rhein zur Rhône, und schließlich mit dem Zug bis nach Straßburg.
Bischof von Straßburg: Jean François le Pappe von Trevern. Koajutor: Raeß
Priesterweihe am 20.12.1845 , als er 30 ist. Erste Messe am 25.12.1845.
Vikar in Oberbergheim. (11 Jahre lang bei dem Pfarrer Wetzel) ab Januar 1846. Er betreute aufopfernd Kranke während einer Cholera-Seuche.
Farrer von Pulversheim, am 10. April 1857. Er hat seine vier Nichten aufgenommen. (“der Herr mit den 4 Mädchen“).
Pfarrer von Roppentzwiller am 1. April 1860
Pfarrer in Niederranspach am 1. Juli 1867.
Sobald er in die Pfarrei kommt, nimmt er sich vor eine neue Kirche zu bauen, um die Kirche von 1755, die zu klein und baufällig ist, zu ersetzen.(3,4.)
Dieses Projekt wird jedoch erst nach seinem Wechsel nach Schlierbach im Juli 1873, verwirklicht.
Zahlreiche seiner Pfarrkindern werden Priester oder Missionare. Er hat sich viel Mühe gegeben, um ihnen behilflich zu sein vor allem während einer Ruhrseuche, die viel Leute dahinraffte.
Pfarrer von Schlierbach wurde er am 10. Juli 1873. Zeit der Meinungsverschiedenheiten in der Pfarrei. Zwei Clique bilden sich. Die des Vikars und die seine; aber alles kommt wieder in Ordnung. Gleich als er als Pfarrer eingesetzt wird, versucht er die Kirche zu renovieren.(5)
Am 26 März 1875 wird eine Summe von 180 Mark bewilligt, um Gitter der Kirchenfenster zu ersetzen, was dringend war. Eine Summe von 100 Mark wird am 23. April 1876 erwähnt, um den Pfarrer für die Unkosten zu entschädigen, die er bei der Einweihung des neuen Kreuzweges und der neuen Seitenaltären haben wird. Die Einweihung findet, laut Pfarrer Georg Marck von Landser am 2. Oktober statt.(6)
Zu diesem Anlass hat der Pfarrer Heinis ein Gedicht geschrieben, das gedruckt wurde.(7)
Am 2. März 1876 stirbt, im Pfarrhaus im Alter von 30 Jahren, Catherine Heinis, Schwester Alberte, Lehrerin, die älteste der Nichten Pfarrers Heinis. Sie ist in Schlierbach begraben.
3. Am Abend seines Lebens, in Altkirch.
1881 beschließt er sich nach Altkirch, zu seinen Nichten, Marie Anne und Marie Melanie Heinis, zurückzuziehen, in ein Haus, das seine Nichten im Jahre 1877 erworben haben, und das sich in der Schlossstraße 11 befindet. Er wird taub und sieht immer schlechter. Im Jahre 1892 macht er eine mühsame Reise nach Einsiedeln. Er beherbergt oft Seminaristen, hilft dem Ehrendomherrn Heinrich aus und dichtet.
Er ist sehr freigebig. Er verfolgt Tag für Tag die Bauarbeiten der neuen Kirche in Sankt Morand .Er schreibt ein Gedicht (8) zum Anlass der Grundsteinlegung der Wahllfahrtskirche in Sankt Morand . Der Pfarrer Heinis stiftete den Altar Sankt Joseph. Er steht in einer Chorkapelle und ist einer der sieben, die vom Steinmetz von Gebrazhofen (Württemberg) gefertigt wurde. Eine Statue der heiligen Familie sowie ein Bild von Papst Pius dem IX befinden sich ebenso darin. (9) Als er nach Guewenheim reist, erleidet er einen Schlaganfall; der zweite Anfall rafft ihn dahin.
Johann Baptist Heinis starb am 17. November 1893 in Altkirch .(10) Zu seinem Begräbnis kamen etwa fünfzig Priester; darunter die Dekane von Thann, Rouffach, Kaysersberg und Hirsingen. Joseph Gerber, Pfarrer von Kaysersberg hat die Grabrede für den Verstorbenen gehalten.
Der Pfarrer Heinis ruht im neuen Friedhof der Stadt, neben seinen Nichten, Marie Anne (1847-1939) und Marie Melanie (1852-1936), die beide ledig geblieben sind. In seinem Testament, auf Französisch und auf Deutsch niedergeschrieben, (am 25 Oktober 1882,) hatte er ihnen sein ganzes Vermögen hinterlassen.
II Der Dichter
Die Dichtung zog ihn schon immer an.. Er war sehr begabt und schreibt auf Deutsch, Französisch und den verschiedenen elsässischen Dialekten, ebenso Hochalemannisch, so schreibt er oft im Dialekt des Dorfes, in dem sein Briefpartner wohnt.
Seine Metrik ist fundiert und die Sprache, die er gebraucht, spiegelt die verschiedenen Redensarten des Sundgaues in jener Zeit wieder. 128 Gedichte sind gefunden worden; einige sind sie sehr lang, haben mehr als 500 Verse.
Das Werk zeugt oft von einer großen Feinfühligkeit, es enthält humorvollen und religiösen Lieder, kleine Geschichten, einen Zyklus über Sankt Morand, Gelegenheitsgedichte, Briefe in Gedichtform, Lehrgedichte und religiöse Gedichte sowie ein Theaterstück in einem Aufzug. Seine Gedichte spiegeln seine Epoche wieder, zeichnen ein Bild vom Leben auf dem Land und vom Leben seiner geistlichen Mitbrüder, oft mit beißendem Humor.
Angespornt von Hermmerlin, hat er mit Schwartz an der Redaktion vom Kalender „Der lustige Michel“ teilgenommen.
Es ist ein sehr guter Erzähler. Eine gewisse Anzahl seiner Gedichten, die in seiner Hinterlassenschaft gefunden worden sind, wurden noch nie veröffentlicht. Anlässlich eines Disputs antwortete er oft in Versen.
Das gesamte Werk auf Deutsch oder Dialekt ist in ganz kleinen Buchstaben der gotischen Schrift (Spitzschrift) geschrieben. Sie sind schwer zu entziffern
103 auf Deutsch geschriebenen Predigten sind gefunden worden. Das Gesamtwerk ist katalogisiert worden. Es besteht aus ca. 14 000Versen.
II Die Wiederentdeckung
Das poetische Werk des Pfarrers Johann Baptist Heinis wurde in dem Nachlass der Familie Weingand- Jurascheck, Erben von Heinis Nichten, wieder gefunden .Eine alte Handschuhschachtel mit der Aufschrift „Vers de feu cher oncle“, Verse des verstorbenen, geliebten Onkel, enthielt den ganzen Schatz, geschrieben auf ganz kleinen Blättern, meistens handgeschrieben in gotischer Schrift, fast unlesbar. Das folgende Verzeichnis enthält
das gesamte wieder gefundene poetische Werk. Zwei der Gedichte sind in der Bibliothek der Stadt Colmar aufbewahrt,(11) und eins, unter einem Pseudonym (12), in der Staatlichen Universitätsbibliothek von Straßburg.(13)
Es ist möglich, dass künftige Nachforschungen weitere Werke zu Tage bringen .Eine gewisse Anzahl seiner Predigten werden noch geprüft.
Grabschrift des Pfarrers Heinis
In der Zeitung von Altkirch, anlässlich seiner Todesanzeige.
Von Gott und den Menschen geliebten Mann,
dessen Andenken ein Segen ist (Eccl. 45)
“So bist du denn von uns geschieden,
Du lieber, frommer Priestergreis;
Nun ruhe sanft in sel’gen Frieden,
Vollbracht ist deine Pilgerreis’.
Wir beten: möge Gott dir geben
Der Tugend Preis, des Himmels Kron
Auf wiedersehn im bessern Leben
Auf wiedersehn vor Gottes Thron.“!
IV Seine Nichten
Schwester Alberte Heinis
Als Catherine Heinis geboren am 14.4.1845 in Koestlach
Gelübde : 23.8.1864
Stellen: 1864-1871 Hattstatt
1871-1873 Zellwiller (Nieder Rhein)
1873-1875 Guebwiller, Ste Clothilde (Taub- Stummenanstalt)
gestorben und begraben in Schlierbach am 2-.3-1876
Marie Anne Heinis
Geboren am24-8-1847
Gestorben und begraben in Altkirch 1939
Schwester Barbara Heinis
Geboren als Caroline Heinis am 31-5-1849 in Koestlach
Gelübde:19-3-1867
Stellen:1867-1873 Lautenbach
1873-1874 Artzenheim
1874-1875 Willer/Thur
1875-1889 Freland
1889-1900 Ribeauwillé
1900-1902 Storkensohn
1902-1909
1909-1919 Ribeauvillé (Mutterhaus)
Gestorben und begraben in Ribeauvillé begraben am 20-3-1918
Marie Melanie Heinis
Geboren am 23-12 1852 in Koestlach
Gestorben und begraben in Altkirch 1936
Marie wollte Ordenschwester in der Mission werden; zu diesem Zweck ging sie nach Paris und Chartres. Aber sie konnte die Entfernung von ihrer Heimat nicht ertragen.
Marie Anne und Melanie sind bei dem Onkel als Haushälterinnen geblieben und haben ihn in ihrem Haus aufgenommen als er in den Ruhestand trat.
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(1) Wir danken Jean Louis Engel, Archivar des Bistums von Straßburg
(2) Catherine (Schwester Alberte 1845-1876), Marie-Anne, Caroline (Schwester Barbara 1849-1918) et Mélanie.
(3) Ranspach- le-Bas, Geschichte unserer Kirche 1892-1992, S. 18,
(4) Im Jahre 1869, als die Kirche Sankt Jacobus der Ältere von Michelbach-le-Haut gebaut wurde, ließ Heinis den Architekten, Herrn Risler, nach Ranspach-le-Bas kommen. 20 000 Francs ungefähr standen zur Verfügung. Nach den Besprechungen mit dem Architekten, wollte der Pfarrer Heinis sein Vorhaben seinen Pfarrkindern ankündigen. Am folgenden Sonntag forderte er sie am Ende des Gottesdienstes auf, die Kirche nicht zu verlassen. Nur zwei oder drei Personen blieben im Schiff sitzen, die anderen verließen die Kirche und verfolgten die Debatten durch den Spalt der Kirchentür!
Anlässlich der Grundsteinlegung der Kirche von Ranspach - le-Bas, am 18 April 1892 hat er ein Gedicht geschrieben (N°47 des Verzeichnisses) doch wohnte er der Feier nicht bei.
(5) Mitteilung von Constant Kiener (Schlierbach.)
(6) Er brauchte die Erlaubniss des Bischofs dazu; der Text vom Pfarrer Martin, einem Nachfolger,aus dem Latein übersetzt, lautet:
André Raess, durch die Barmherzigkeit Gottes und die Gnade des Heiligen Stuhles, Bischof von Straßburg, grüßt im Herrn alle Leser des folgenden Briefes. Um in diesen Tagen überall und für immer die Andacht zu erhöhen und mehr verbreiten, durch welche die Erinnerung an die Leiden Christi wachgehalten, so wie auch auf die Bitte des ehrwürdigen Johann Heinis, Pfarrer von Schlierbach, gewähren wir ihm gern die Erlaubnis in seiner Kirche die Leidensstationen zu errichten, so wie die zugehörigen Kreuze und sie selbst oder durch einen Priester des Bistums zu segnen, mit den entsprechenden Ablässen.
Infolge dieser Umstände gestatten wir, dass er am Tag der feierlichen Einweihung, an einem Sonntag, an welchem der pietätvolle Kreuzweg stattfindet, nach dieser Andacht, das Volk zu segnen mit dem Ausgesetzten Allerheiligsten.
Straßburg, den 23. August 1876
(7) N° 23 des Verzeichnisses
(8) N°34 des Verzeichnisses
(9) Sankt-Morand, Seite 92
(10) Nach Charles Kieffer ist er als Pfarrer von Schlierbach gestorben.
(11) N° 22und 43 des Verzeichnisses
(12) Vom alten lustigen Hans-Michel sim Stiefbrueder
(13) N°22 des Verzeichnisses.